Mittwoch, 10. Juli 2013

Broken Mirrors - Prolog

Broken Mirrors - Prolog

Prolog
Liebe Mum,

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Kaum habe ich es mir bei euch zu Hause gemütlich gemacht, muss ich schon wieder die Koffer packen und verschwinden. Dennoch habe ich die Zeit bei euch sehr genossen und die nötige Energie für die kommenden Ereignisse geschöpft. Vor mir liegt nun eine sechs stündige Fahrt von Plymouth zurück nach London. Spätestens wenn ich wieder zurück in der Stadt bin, werde ich die ländliche Idylle unseres kleinen Fischerdorfes vermissen. Das Rauschen der Wellen, die Steilklippen und vor allem der Sonnenschein. Hier regnet es schon den ganzen Tag über. Doch daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen. Um dir deine Sorgen frühzeitig zu nehmen, ich wollte es so - genauso. Mich faszinieren diese alten Grafschaften, die sich so geheimnisvoll hinter dichten Nebelschleiern verstecken und die weiten Wiesen, bedeckt von einer dünnen Tauschicht, die in der Morgensonne glitzern. Das alles ist so traumhaft schön, dass ich nicht weiß wie man all diese Schönheit in Worte fassen soll. Ich komme mir manchmal so vor, als wäre ich in einer anderen Zeit. Als säße ich in einer Kutsche, auf dem Weg zu einem Opernball und würde dem gleichmäßigen Hufgetrappel auf dem unebenen Kiesweg lauschen.Träume ich?
Das ist alles so wahnsinnig aufregend. Es ist wie ein rießiges Abenteuer auf das ich geradewegs zusteuere. Ich kann es noch garnicht fassen, dass man mich tatsächlich aufgenommen hat. Die Oakley Court Akademy, mein neues zu Hause.
Ich glaube aus mir ist nun doch noch eine vernünftige Person, mit einem recht “passablen” Studium geworden. Sofern man “Archäologie” als normales Studienfach bezeichnen kann. Ich weiß ihr haltet nicht viel von meinen Vorstellungen, doch nur so kann ich etwas über meine eigene Vergangenheit erfahren. Und wie heißt es doch so schön: “Die Leidenschaft leitet, das Herz entscheidet.” Und ich glaube das mich diese Arbeit später einmal sehr glücklich machen wird.
Sollten wirklich alle Stränge reißen, kann ich mir immer noch bei Dad in der Autowerkstatt meinen Lebensunterhalt verdienen. Nun aber mal Spaß beiseite.
Wenn es sich zeitlich einrichten lässt, sehen wir uns voraussichtlich Weihnachten wieder.
Passt gut auf euch auf.

P.S. Grüß Dad und Charlie von mir.

In Liebe Elizabeth
***
Elizabeth Winston
 

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